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Säulen der Macht

Mittelalterliche Paläste und die Reisewege der Kaiser

Säulen gelten schon seit der Antike als Symbole der Macht und Bestandteil herrschaftlicher Architektur. Selbst zeitgenössische Regierungsbauten wie das 2001 errichtete Bundeskanzleramt greifen Säulen als gestalterisches Element auf, wenn auch zeitgemäß schlicht anmutend.

Weitaus prächtiger waren die Pfalzen, Burgen und Paläste, die sich die Herrscher des Mittelalters errichten ließen. Mit der Präsentation „Säulen der Macht – mittelalterliche Paläste und die Reisewege der Kaiser“ stellt die Forschungsstelle Kaiserpfalz sieben bedeutende Herrschaftsorte vor, die im Früh- und Hochmittelalter den Raum zwischen Rhein, Main und Neckar geprägt haben – jene Region, in der dem Chronisten Otto von Freising folgend „die größte Kraft des Reiches“ lag.
Die Burgen in Oppenheim und auf dem Trifels und die Pfalzen in Frankfurt, Gelnhausen, Kaiserslautern, Seligenstadt und Ingelheim spielten dabei auch eine wichtige Rolle für das Reisekönigtum dieser Epoche. Ihre Architektur sollte der Macht des Herrschers Ausdruck verleihen, sie repräsentieren und inszenieren.

 

Gelnhausen
Kaiserpfalz Gelnhausen: Keines der insgesamt 16 Kapitelle der reich verzierten Arkadenbögen an der Hoffassade ist identisch gearbeitet.
frankfurt
Reste der Kaiserpfalz Franconofurd im 2018 eröffneten Museum am Frankfurter „Römer“
Oppenheim
Die ehemalige Reichsburg Oppenheim, besser bekannt als „Landskron“
Seligenstadt
Die erhaltene, imposante Schaufassade des Palas der Seligenstädter Königspfalz

Die Präsentation „Säulen der Macht“

ist zweiteilig angelegt:

 

Im Innengarten des Winzerkellers können Besucher etwas über Baugeschichte, Archäologie und aktuelle Forschungsergebnisse der sieben ausgewählten Herrscherorte erfahren, von denen sichtbare Reste über der Erde erhalten sind. Die Präsentation soll außerdem dazu anregen, die Baudenkmale vor Ort zu besuchen und ihre Geschichte zu entdecken.

 

Wie ein mittelalterlicher Herrschaftsort aussah, kann man in Ingelheim besonders gut nachempfinden. In der Archäologischen Zone Kaiserpfalz geben maßstabsgetreue Rekonstruktionen wie die großflächige Wandbemalung in der Aula regia und der bunt gemusterte „Marmor“-Fußboden am Heidesheimer Tor einen Eindruck von der einstigen Pracht des karolingischen Palastes. Und natürlich werden auch zwei Säulen im Maßstab 1:1 zu sehen sein. Eine eigens für die Präsentation installierte, reich bebilderte Sonderbeschilderung führt Besucher*innen durch das Ingelheimer Kulturerbe in der Archäologischen Zone.

Ingelheim
Das Heidesheimer Tor in der Kaiserpfalz Ingelheim mit einem auf der Grundlage gefundener Marmorplatten rekon-
struierten Opus sectile-Boden
Kaiserslautern
Ruine der Pfalz Kaiserslautern
Trifels
Kapellenerker am Turm der Burg Trifels

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Gerade erschienen:

Neues Buch der Forschungsstelle Kaiserpfalz präsentiert Paläste und Reisewege der Kaiser
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Karte der Herrschaftsorte